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Diana Thiel
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Die lokale Wärmewende im Netzwerk planen

18.11.2018, Berlin: Der Ausbau Erneuerbarer Energien für die Wärmeversorgung und die damit einhergehende Dezentralität ist eine große wirtschaftliche Chance – besonders für den ländlichen Raum.

Eine strategische Planung der lokalen Wärmeversorgung ist essentiell, um die fossile auf eine wirtschaftliche, effiziente und erneuerbare Wärmeversorgung umzustellen. Die strategische Planung muss zum Beispiel dazu beitragen, zu vermeiden, dass Bioenergie lediglich zur Beheizung ineffizienter Häuser verwendet wird. Bei der Wärmeplanung kommt Kommunen eine Schlüsselrolle zu, da Wärme auf regionaler Ebene erzeugt und verteilt wird. Weiterhin ist der Wärmemarkt sehr komplex, stark zergliedert und von vielen Akteuren geprägt. Um zwischen verschiedenen Interessen zu vermitteln, Handlungen aufeinander abzustimmen und um Potenziale zu heben, die nur in der Gemeinschaft angepackt werden können, sind Kommunen prädestiniert, als Vermittlerinnen aufzutreten.


Ein Netzwerk für die Wärmewende
Die Wärmewende zu planen, bedeutet, verschiedene Handlungs- und Akteursebenen umfassend zu verzahnen. Ein Netzwerk kann diesen Prozess voranbringen und dazu beitragen, Synergien zu erschließen, Projektideen zu entwickeln, Konflikte aufzulösen und Fehlplanungen zu vermeiden. Die Kommunen können als Vermittlerinnen auftreten und gemeinsam mit Energiebereitstellern und Energienutzern über Lösungen diskutieren. Stoßen Kommunen den lokalen Dialog über die Wärmeversorgung auf Basis von Erneuerbaren Energien an, haben sie die Chance, die Akteure vor Ort für ihre Klimaschutzziele und -projekte zu sensibilisieren und zu gewinnen.

Die Bildung eines Netzwerkes teilt sich in verschiedene Phasen auf. Vor der Gründung des Netzwerkes stehen eine Anbahnungsphase sowie ein Prozess, in dem die Beteiligten sich darüber austauschen, ob sie in einem Netzwerk zusammenarbeiten wollen und wie das Netzwerk ausgestaltet werden soll. Ist ein Netzwerk erfolgreich gegründet, kann es an einzelnen Aufgaben arbeiten, wie zum Beispiel an der Organisation von Informationsveranstaltungen, an der Erstellung eines Wärmeplans oder an der Errichtung einer regenerativen Wärmeversorgungsanlage.


Akteursanalyse
Kommunen und bürgerschaftliche Energieinitiativen sind die wichtigsten Akteure, wenn es darum geht, regenerative und dezentrale Energieerzeugungsstrukturen aufzubauen und Bürger einzubinden. Zudem gibt es auf lokaler und regionaler Ebene weitere Personen, Gruppen und Unternehmen, die daran interessiert sind, gemeinschaftliche Erneuerbare-Energie-Vorhaben zu initiieren oder diese als Kooperationspartner zu unterstützen. Es gilt, sie für die Netzwerkbildung anzusprechen. Vorher ist es ratsam, aufzulisten, welche Akteure vor Ort tatsächlich vertreten sind. Gleichzeitig ist dabei zu überlegen, welche Rollen diese Akteure übernehmen können, welche Kompetenzen sie mitbringen und welche Motive sie haben. Es ist wichtig, diese zu kennen bzw. auszuloten, um die Zusammenarbeit und Rollenverteilung optimal gestalten zu können. Je nach Größe der Kommune und vorhandenen Akteuren ist zu überlegen, ob es sinnvoll ist, zur Netzwerkanbahnung Vorgespräche mit einzelnen Gruppen zu führen.

 

Hinweis: Mehr dazu erfahren Sie von Christina Hülsken, Referentin für Energiewirtschaft der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), in ihrem Forenvortrag „Wie gelingt eine erfolgreiche Akteursbeteiligung in der Wärmeplanung?“ beim Zukunftsforum Energiewende in Kassel und auf der Website der AEE.

 

 
Pressekontakt
Anika Schwalbe, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)
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Email: a.schwalbe(at)unendlich-viel-energie.de
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